Die Ausrüstung

Das Warten hat ein Ende....jetzt beginnt das große Warten!


Für 2021 war, gemäß des bis dahin gültigen Feuerwehrbedarfsplans der Verbandsgemeinde (VG) Westerburg, ein neues TSF als Ersatzbeschaffung für den Transit aus dem Jahr 1989, im Gemeindehaushalt eingestellt. Als die Verantwortlichen der VG Ende 2019 auf die Weltersburger Wehr zukamen, um die Ausschreibungsunterlagen für das neue Fahrzeug zu erstellen, hatte sich dort bereits eine kleine Projektgruppe gebildet und intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Weltersburger waren sich einig, dass ein Tragkraftspritzenfahrzeug nicht mehr zeitgemäß ist, und baten die Verantwortlichen darum zu prüfen, ob die Beschaffung eines wasserführenden Fahrzeugs (KLF oder TSF-W) denkbar wäre. Auch auf Seiten der Verbandsgemeinde sah man die Notwendigkeit, den Feuerwehrbedarfsplan zu novellieren, so dass sich die Weltersburger Floriansjünger aktuell auf ein neues TSF-W freuen dürfen. Die erforderlichen Ratsbeschlüsse, gepaart mit dem Lockdown in 2020 führten zwar dazu, dass sich die Beschaffung nun von 2021 auf 2022 verzögert, angesichts des Ergebnisses ist dieser kleine Wermutstropfen aber gut zu verkraften.
Die Bestellung des neuen Fahrzeugs erfolgte Ende Dezember 2020, Ende März 2021 fand die erste Besprechung, das sogenannte "Auftragsklärungsgespräch" zwischen den Verantwortlichen der VG Westerburg, der FF Weltersburg und der Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH (BTG) statt. Die Lieferung des Fahrzeugs ist für den Frühsommer 2022 geplant. 

Der "Evolutionsweg" der Weltersburger Feuerwehr




Die Freiwillige Feuerwehr Weltersburg verfügt über zwei Einsatzfahrzeuge sowie einen kombinierten Schlauch-/Flutlichtanhänger. 

 

 

Vorausfahrzeug "First-Responder" (VFR)                                     Funkrufname: Florian Westerburg 21/17/1


Das Vorausfahrzeug, welches vorwiegend für die Einsätze der First-Responder Gruppe eingesetzt wird, konnte dank der Unterstützung zweier Unternehmen und privater Spenden im Mai 2017 in Dienst gestellt werden. Der Ausbau des gebraucht beschafften Fahrzeugs erfolgte in Eigenleistung. Der Subaru Forester, der auf Grund seiner Geländegängigkeit auch für Einsätze abseits öffentlicher Straßen gut geeignet ist, führt neben der kompletten First-Responder-Ausrüstung auch Verkehrssicherungsmaterial, einfaches Brechwerkzeug, einen Schaum-Feuerlöscher sowie ein Stativ mit 2 LED-Scheinwerfern vom Typ HELLA Power Beam 2000 mit sich. 



Zur Technik gehören neben der Sondersignalanlage mit Durchsagefunktion ein Analog- (FuG8b) sowie ein Digitalfunkgerät (Sepura). Ein Android-Tablet empfängt die Alarmierungs-SMSen der Leistelle und startet auf Knopfdruck die Navigation zur Einsatzstelle. Die dazu erforderliche APP wurde durch einen Weltersburger Feuerwehrmann selbst programmiert.

Das Vorausfahrzeug als "Tetris-Challenge"-Foto mit Jannis, Florian, Maike und Marina (Oktober 2019)


Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)                                                   Funkrufname: Florian Westerburg 21/41/1


Das Tragkraftspritzenfahrzeug, ein Ford Transit (Ziegler) aus dem Jahr 1988, ist eines der letzten TSF in der Verbands-gemeinde Westerburg in der damals üblichen Kastenwagenform. Neben der Normbeladung hat das Fahrzeug ein Stativ mit  2 LED-Flutlichtstrahlern  (betrieben über einen Spannungswandler 12/230V), eine Motorkettensäge (inkl. PSA), eine Schaumausrüstung, ein Stromerzeuger (GEKO, DIN-Stromerzeuger 3000) sowie ein Spineboard an Bord. 

Für die Kommunikation verfügt das TSF über je ein  2m- und ein 4m-Analogfunkgerät (beide fest eingebaut) sowie ein fest eingebautes und drei tragbare Digitalfunkgeräte. 
Als Pumpe steht eine TS8/8 FOX (Rosenbauer) der ersten Generation zur Verfügung, die die Weltersburger Wehr 2001 von einer aufgelösten Betriebsfeuerwehr übernehmen konnte, und der Verbandsgemeinde seither zur Verfügung stellt. 


Schlauch-/Flutlichtanhänger



Der Schlauchanhänger (Hersteller: Barth) wurde ebenfalls von einer Betriebsfeuerwehr übernommen, und ist Eigentum des Vereins. Er wurde von der Weltersburger Wehr von 2001 bis 2016 als reiner Schlauchanhänger genutzt. Er verfügt dafür über 200m B-Schlauch (große Haspel), zwei tragbare Haspeln mit je 5 C-Schläuchen, ein Standrohr inkl. Hydrantenschlüssel sowie einen Verteiler B-CBC.


Im Jahr 2016 wurde der Anhänger durch den Gerätewart der Wehr zusätzlich mit einem Kurbelmast und einer Lichtbrücke mit 8 x 27Watt LED Arbeitsscheinwerfern ausgerüstet. Zum Umbau gehörten auch der Einbau einer Batterie, eines Netzgerätes, eines Bedienfeldes sowie die Nachrüstung mit Stützrad und Abstellstützen. 
Der Kurbelmast kann auf eine Höhe von 4 Meter ausgefahren werden, und je nach Lichtleistung (die Scheinwerfer können in drei Gruppen geschaltet werden)  bis zu einer Stunde autark betrieben werden. Wird der Anhänger an eine 230V-Versorgung angeschlossen, schaltet er automatisch von Batterie- auf Netzbetrieb um.